PSNV für Einsatzkräfte

Die Psychosoziale Notfallversorgung von Einsatzkräften (kurz PSNV-E, früher als „Vor- und Nachsorge für Einsatzkräfte“ bzw. VNE bezeichnet) hat folgende Aufgaben:

  • Die Vorbereitung von Einsatzkräften auf belastende Situationen
  • Die Nachsorge von Einsatzkräften nach extremen Einsätzen

Im Saarland arbeiten wir nach dem anerkannten Standard der „Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen (SbE)“. Dies entspricht dem international anerkannten Standard „Critical Incident Stress Management (CISM)“. Zudem wird die Vorgehensweise sowohl den kulturellen Bedürfnissen als auch den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen fortlaufend angepasst, um einen möglichst hohen Qualitätsstandard zu gewährleisten.

Ein Angebot für Einsatzkräfte von:

  • Polizei
  • Feuerwehr
  • Rettungsdienst
  • Hilfsorganisationen
  • Risikobehafteten Berufsgruppen

Auch wenn gut ausgebildete, erfahrene Menschen täglich mit Leid, Not und Tod zu tun haben, gibt es bestimmte Situationen, die eine nachhaltige Wirkung ausüben können.

Die Anzeichen für Stress durch belastende Ereignisse können sofort oder später nach dem Erlebnis auftreten.

Dies ist eine normale, menschliche Reaktion auf ein ungewöhnliches Ereignis.

Situationen, die als außergewöhnlich belastend erlebt werden, können von anderen Menschen für unbelastend empfunden werden. Manchmal sind es auch Kleinigkeiten, die Menschen im Zusammenhang mit ihrer Lebensgeschichte extrem belasten können. Bei einer belastenden Stressreaktion kommt für den Betroffenen das Unverständnis der anderen Beteiligten dazu. Informationen über die normalen Körperreaktionen einer Stressreaktion können die Angst vor den Reaktionen nehmen.

Zudem gibt es Möglichkeiten, diesen Körperreaktionen entgegenzuwirken oder sie zu forcieren. Daher ermöglicht eine schnelle Aufklärung ein sinnvolles Umgehen mit der Situation, welches zu einem schnelleren Abklingen der Reaktionen führen kann.

Mögliche Anzeichen einer akuten Belastungsreaktion können unter anderen sein:

  • Nervosität und innere Unruhe
  • Erleben der Welt wie unter einer Dunstglocke
  • Ängste, Selbstzweifel, Versagensängste
  • Gereiztheit
  • Veränderung der Essgewohnheiten: Appetitlosigkeit, Fressanfälle, etc.
  • Konzentrationsstörungen
  • emotionaler Rückzug
  • Schlafstörungen, Albträume
  • sich aufzwingende Wiedererinnerungen

Angebote der Nachsorgeeinheiten im Saarland:

  • Präventionsveranstaltungen für Menschen, die im Kontext von belastenden Ereignissen arbeiten
  • Begleitung bei länger andauernden Einsätzen
  • Einzel- und Gruppengespräche
  • Informationen zu Stress direkt nach schwierigen Ereignissen
  • Kurzbesprechung, 8 – 48 Stunden nach einem belastenden Ereignis
  • Strukturierte Nachbesprechungen 3 – 4 Tage nach dem Ereignis

 

Dieser Überblick wurde zusammengestellt von:

Christoph Fleck
Landesbeauftragter PSNV

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