Notfallseelsorge im Regionalverband Saarbrücken unter neuer Leitung

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Ein Beitrag von am 15. März 2021

Ingo Vigneron übernimmt die Einsatzgruppe für “Psychosoziale Notfallversorgung” (PSNV) im Regionalverband Saarbrücken.

Foto: NKS e.V.

Seit 25 Jahren gibt es die PSNV im Saarland und seit 2007 ist sie organisationsübergreifend in dem Verein “Notfallseelsorge und Krisenintervention Saarland e.V.” (NKS) organisiert. Auch im Regionalverband Saarbrücken ist der Fachdienst für PSNV dem Katastrophenschutz angegliedert und auch hier besteht das Team aus ehrenamtlichen Spezialisten verschiedener Hilfsorganisationen, Feuerwehren, Bistümer und Landeskirchen. Diese PSNV-Fachkräfte kommen bei Einsätzen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst zum Einsatz. Im Rahmen der Einsätze beraten und begleiten sie Menschen in Extremsituationen.

 

Besonders ausgebildete PSNV-Mitarbeiter bereiten Einsatzkräfte auf belastende Ereignisse vor und unterstützen
sie bei deren Bewältigung, wenn es erforderlich wird.

Das ist bundesweit sehr außergewöhnlich. Ingo Vigneron, der neue Kreisbeauftragte im Regionalverband Saarbrücken sagt dazu: “Der Vorteil dieser Struktur liegt in einer einheitlichen Ausbildung und gemeinsamen Führungsstruktur”. In diesem Sinne möchte er die Einsatzgruppe im Regionalverband Saarbrücken auch weiterführen und für die Zukunft ausbauen.

Heiner Eschenbach (zweiter Vorsitzender der NKS) freut sich: “Es ist gut, dass wir Ingo Vigneron für diese Aufgabe gewinnen konnten. Er ist in der Gefahrenabwehr sehr aktiv und stark vernetzt und nicht nur von seinem Wissen, seiner Qualifikation und seiner langjährigen Erfahrung wird die Notfallseelsorge in unserrer Region dauerhaft profitieren können.”

Auch der Landesbeauftragte für PSNV (Dipl.-Psych. Christoph Fleck) äußert sich positiv: “Ingo Vigneron kommt aus dem betrieblichen Notfall-Krisenmanagement. Im Rahmen der Ausbildung von Einsatz- und Führungskräften arbeiten wir bereits seit vielen Jahren erfolgreich zusammen”.

Gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Nina Sommer, möchte Vigneron das bestehende Team ausbauen. So werden in diesem Jahr nach erfolgreicher Ausbildung noch 10 neue Mitarbeiter*innen im Regionalverband Saarbrücken eingesetzt. Es werden zudem verstärkt gemeinsame Fortbildungen und Übungen mit anderen Fachdiensten angeboten um die fachübergreifende Aus- und Weiterbildung auch in Zukunft stetig weiter zu entwickeln.

9. Februar 1996: Die „Arbeitsgemeinschaft Notfallseelsorge und Krisenintervention im Saarland“ beginnt ihre Aktivitäten.

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Ein Beitrag von am 9. Februar 2021

25 Jahre ehrenamtliche Arbeit zur Notfallseelsorge und Krisenintervention im Saarland.

Im Jahr 1995 entstand die Idee bei der Berufsfeuerwehr Saarbrücken in Gemeinschaft mit der katholischen Kirche. Die evangelische Kirche im Rheinland schloss sich dieser Idee an: eine ökumenische Notfallseelsorge im Saarland zu organisieren, zu strukturieren und im gesamten Land anzubieten.

Am 9. Februar 1996 wurde dazu die „Arbeitsgemeinschaft Notfallseelsorge und Krisenintervention im Saarland“ ins Leben gerufen.

Leitfaden und Ziel dieser Arbeitsgemeinschaft war es, Opfern und Betroffenen von akuten Notfallereignissen eine schnelle, fachlich qualifizierte, psychosoziale und seelsorgerliche Sofortbegleitung anzubieten. Aber auch Einsatzkräfte sollten nach extremen Einsätzen mit einer sachkundigen Einsatznachsorge aufgefangen werden.

Im Jahr 2006 stellten Vertreter der Arbeitsgemeinschaft dann die Wirkungsfelder von Notfallseelsorge und Krisenintervention im Landtag des Saarlandes vor und schon 2007 wurde die „Psychosoziale Unterstützung“ (PSU), wie man das Themengebiet damals nannte, in das neue saarländische Brand- und Katastrophenschutzgesetz (SBKG) integriert.

Bis heute wird den Opfern in akuten Krisensituationen bei Katastrophen, Unfällen oder dem Tod von nahestehenden Menschen  schnell und hochqualifiziert geholfen. Rettungesdienste und Katastrophenschutz sind blitzschnell vor Ort. Zugleich nehmen sich die Fachkräfte der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) behutsam und kompetent der Betroffenen, wie auch deren Angehörigen an, um seelische Krisen aufzufangen, bevor sie sich verfestigen. Aber auch Einsatzkräften, die während ihrer Arbeit einem massiven Druck und teils erheblicher psychischer Belastung ausgesetzt sind, kommt die Arbeit der PSNV zu Gute. Sie werden durch besonders qualifizierte Fachkräfte aus dem Bereich der PSNV-E betreut.

Organisiert wird die Psychosoziale Notfallversorgung durch den Verein Notfallseelsorge & Krisenintervention Saarland e. V. (NKS). Seit 2020 kooperieren die Freiwillige Notfallhilfe e.V. und NKS, wodurch die Ausbildung, Qualifizierung und Weiterbildung der saarländischen PSNV-Fachkräfte weiter verbessert werden konnte.

(FOTO: Engagiert an der Gründung der PSNV im Saarland beteiligt. Peter Bräuer (li) und Rolf Kiwitt. Bildnachweis: PSNV)

 

 

Neue Kooperation für Krisenfälle

Ein Beitrag von am 26. Juni 2020

Notfallseelsorge Saarland und Freiwillige Notfallhilfe vereinbaren gemeinsame Ausbildungen.

 

Die beiden gemeinnützigen Hilfsorganisationen aus dem Saarland kooperieren zukünftig bei der Ausbildung von Führungskräften in der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV).

Die Notfallseelsorge und Krisenintervention Saarland e. V. unterhält Einsatzgruppen in jedem saarländischen Landkreis und bildet jährlich ehrenamtliche PSNV-Fachkräfte aus. Diese betreuen später Betroffene im Rahmen von Notfalleinsätzen mit Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst.

Die Freiwillige Notfallhilfe e. V. ist Träger der PSNV-Akademie, die bundesweit als Flächenakademie tätig ist. Die Ausbildung der PSNV-Fachkräfte im Saarland ist sehr fundiert und umfasst auch eine erste Führungsqualifikation. Diese ermöglicht jeder PSNV-Fachkraft auch einen eigenen Einsatzabschnitt zu leiten, bis die designierte Führungskraft eintrifft.
Die dreitägige Einführung in die Führungsaufgaben findet gegen Ende der Ausbildung statt und wird zukünftig von einem Trainer und mehreren Übungsgehilfen der PSNV-Akademie durchgeführt.

Darüber hinaus werden zukünftig auch weitergehende Führungsausbildungen angeboten. Hierbei werden regelmäßig geeignete und interessierte Personen zu Fachberatern und/oder Leitern des Fachdienstes PSNV qualifiziert. Sie werden darauf trainiert auch größte Einsatzlagen in der Zusammenarbeit mit Führungskräften von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst abzuarbeiten oder in Krisenstäben mitzuwirken.